Dänemark setzt auf Windkraft
29. Jun 2009
Immer wieder wird darüber diskutiert, ob erneuerbare Energie und insbesondere Windkraftanlagen ausreichen, um ein ganzes Land mit Energie zu versorgen. Oft lautet darauf die Antwort nein. Doch dass es funktioniert, beweisen die Dänen. Denn diese sind nicht nur wahre Windkraftexperten, sondern wollen diesen Status noch weiter ausbauen.
In einem Hochsicherheitsraum des staatlichen Stromnetzbetreibers Energinet.dk im 40.000 Einwohner Städtchen Frederica zeigt sich, dass Windkraft durchaus 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ohne Ausfall funktioniert und darauf ist man zurecht stolz.
Doch Windkraft ist nicht planbar, so die weitverbreitete Meinung. Denn die umweltfreundliche Energie ist unter anderem vom typisch windigen Wetter des Nordens abhängig. Davon profitiert auch Dänemark und ist mit 20 % der größte Produzent von Windkraft. Dagegen liegt Deutschland mit 7 % im Mittelfeld.
In diesem Hochsicherheitsraum wird aber auch gezeigt, dass Windkraft berechenbar ist und somit eine gleichmäßige Stromversorgung möglich ist.
Allerdings reicht es Dänemark nicht aus, das Netz stabil zu halten und so möchte es seinen Windstromanteil erweitern. Derzeit versorgt der landesgrößte Energieanbieter Dong Energy, Dänemark mit 15 Prozent Windkraft und 85 % fossile Brennstoffe. Dass möchte das Land umkehren und den überschüssigen sauberen Strom für Elektroautos verwenden. Darüber freuen sich nicht nur die Klimaschützer, sondern auch die Anleger von Dongs.

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