Die Übernahme von Essent durch RWE schwankt
27. Apr 2009
Die deutsche RWE AG wollte noch vor wenigen Tagen das niederländliche Energieunternehmen Essents für 9,3 Milliarden Euro übernehmen. Nun ist der angestrebte Kauf ins Schwanken geraten. Denn das Parlament der niederländlichen Provinz Nord-Brabant stimmte mit 28 zu 26 Stimmen gegen das Projekt. Schließlich hat auch das Parlament auch bei diesem Vorhaben ein Wörtchen mitzureden, weil der Provinz Nord-Brabant mit 30,8 % Anteileigner an Essent ist. Die RWE bedauere die Empfehlung zur Ablehnung des Verkaufes, jedoch wäre die Übernahme für RWE immer noch attraktiv.
Allerdings besteht noch die Möglichkeit, den Verkauf durchzuführen. Darüber möchte die Regierung von Nord-Brabant am 12. Mai entscheiden. Alle anderen sechs Provinzen, die ebenfalls an dem Unternehmen Essent beteiligt sind, haben für die Übernahme gestimmt.
RWE plant mit der Übernahme des niederländlichen Strom- und Gasnetzes von Essent alle sämtliche Anteile zu kaufen, einzige Ausnahme wären das Verteilernetz und das Entsorgungsgeschäft.
Rund 9,2 Milliarden soll in dieses Projekt investiert werden, davon sind bereits jetzt rund 9 Milliarden als Kredit gesichert. Wenn diese Übernahme wirklich statt findet, dann würde RWE einer der führenden Energieversorger der Benelux Länder werden und 5, 3 Millionen neue Kunden gewinnen, alleine in Deutschland 1 Millionen. Allerdings möchte der Energiekonzern die Marke Essent beibehalten und zur Geschäftsführung in den Niederlanden und Belgien machen.
Quelle: www.rwe.com

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