EU möchte Stromkonzerne zerschlagen
20. Sep 2007
Die Europäische Union möchte zugunsten von mehr Wettbewerb und Transparenz die Stromkonzerne in Europa zerschlagen. Nach Plänen der EU soll das Stromnetz von den Energieunternehmen getrennt werden. Die EU-Kommission verspricht sich davon fallende Strom- und Gaspreise, wovon die europäischen Verbraucher profitieren würden.
Im Rahmen dieser Maßnahme sollen die Stromleitungen durch eine unabhängige Betreibergesellschaft verwaltet werden. In Großbritannien sind die Stromerzeugung und der Transport schon jahrelang voneinander getrennt, wodurch die Strompreise gegenüber Deutschland deutlich geringer ausfallen. Die Großhandelspreise für Strom sind laut der EU-Wettbewerbskommissarin Neelis Kroes spürbar niedriger als die Verbraucherpreise.
Die EU-Kommission will erreichen, dass die Verbraucher eine echte Wahl zwischen den Anbietern haben. Dabei sollen die Stromkunden monatlich Informationen erhalten wie hoch der Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten sind. Die Strompreise sollen im kommenden Jahr in Deutschland wieder erneut stark angehoben werden. Nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” wird der Energiekonzern RWE AG die Strompreise bei seinen Regionaltöchtern um bis zu zehn Prozent anheben. Der deutsche Energiemarkt wird zum größten Teil von RWE, E.ON und Vattenfall kontrolliert, wodurch eine nahezu Monopolstellung entstanden ist.

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