Globales Stromnetz aus erneuerbarer Energie – nur eine Zukunftsvision?
28. Apr 2009
Fast weltweit wird zunehmend auf erneuerbare Energie gesetzt und investiert. Alleine in Deutschland sollen bis 2020 rund 30% Energie aus klimafreundlichen Stoffen gewonnen werden. Doch so gut das auf den ersten Blick sich anhört, es gibt dabei auch organisatorische und praktische Hindernisse. Denn weder Biomasse, noch Solarenergie reichen aus, um Deutschland ohne Atom- oder Kohlekraft die deutschen Haushalte mit Energie zu versorgen. Auch die Windkraft ist nicht immer gegeben und wird zur Zeit in Deutschland teuer eingespeist.
Über dieses Problem der umweltfreundlichen Energieversorgung hat sich auch der Physiker Gregor Czisch Gedanken gemacht und präsentiert nun ein Konzept für die Stromversorgung für mehr als eine Milliarde Menschen, ohne Aufpreis für die Verbraucher.
Grundstock der Überlegung des Physikers war, dass nicht überall auf der Welt gleichzeitig keine Sonne scheint oder Windflaute herrscht. Das bedeutet, um genügend Strom zu erzeugen muss ein großen Einzugsgebiet berechnet werden, so zu sagen ein grünes Stromnetz, dass sich auf rund 19 Regionen ausweitet und die Verbraucher mit genügend Energie verorgt, ohne es zu exportieren oder importieren. Denn im Winter herrscht an der Nordsee beziehungsweise am Nordatlantik genügend Wind und im Sommer ist in Wüstenstaaten genügend Sonne vorhanden und dies könnte man für ein fast globales Energienetz zusammen nutzen.
Doch auch diese Überlegung hat einen kleinen Hacken und zwar würde das Projekt rund 1400 Milliarden Euro kosten und auf weitere 128 Milliarden Euro beläuft sich der Bau des Netzes zwischen dem Nordkap und der Sahara.
Tags: erneuerbare energiem stromnetz, solarenergie, windkraft

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