Klimaschutz: Verbraucher reagieren träge
28. Mrz 2008
Auch wir von umweltschoner.de freuen uns über die aktuelle Debatte zum Klimaschutz und möchten auch mit diesem Blog den ein oder anderen Verbraucher ein paar Denkanstöße in Sachen Umweltschutz geben. Doch die Hoffnung, dass die Flut von Energiespartipps das Verhalten der Konsumenten schnell ändern könnte, schwindet beim Ökonom Birger Priddat.
Er sagt dem Magazin ZEIT: „Der Klimaschutz habe es inzwischen zwar in die Schlagzeilen der Zeitungen geschafft, er bestimme aber noch längst nicht das Verhalten der Millionen Autofahrer oder Hausbesitzer. Auch wenn sich in Umfragen viele Menschen zum Klimaschutz bekennen würden, spielten andere Faktoren eine Rolle, wenn es tatsächlich gelte, sich für ein Ferienziel zu entscheiden, wenn es um die Alternative geht, mit der Bahn an die Ostsee oder mit dem Flugzeug nach Mallorca zu reisen“. Priddat halte es deshalb für „ziemlich gewagt, beim Klimaschutz allein auf individuelle Verhaltens änderungen zu setzen“.
Priddat meint außerdem, dass sich das Verhalten der Verbraucher nur ändern würde, wenn sie monetäre Anreize hätten und ihr soziales Umfeld gleichzeitig die Sache genauso wichtig nehme. Energie sparen könnte dann schnell als kleinlich gelten, als ein Vorgang, der Lebensfreude koste und das man wie eine Spaßbremse wirke. “Spaßbremser will aber heute niemand gern sein.” Es liegt nun an jedem selbst ob er sich aktiv am Klimaschutz beteiligt oder die Situation akzeptiert wie sie ist…

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