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Mit Solar-Wärmetanks fossile Heizenergie einsparen

3. Jun 2009

In der letzten Woche drehte sich alles um die weltgrößte Fachmesse Intersolar in München. Mit einem Rekord von 60.000 Besuchern erfreute sich die Messe über einen großen Zuwachs. Doch es sah nicht alles so rosig aus. Denn auch in der Solarbranche ist die Wirtschaftskrise angekommen.


Doch wer diese Flaute übersteht, darf sich bald wieder über glänzende Absatzzahlen freuen. Besonders das Stuttgarter Steinbeis-Forschungsinstitut für solare und thermische Energiesysteme ist davon überzeugt, dass Solarenergie die Zukunft ist. Denn es können bis 2030 50% der fossilen Brennstoffe, wie Kohle und Atom eingespart werden, wenn auch trotz anhaltender Finanzkrise die Solarenergie-Technik stetig voran getrieben wird.
Am Rande der Intersolar präsentierte das Forschungsinstitut auf einer Konferenz eine effektive Lösung zur Einsparung von fossilen Energieträgern. Mit wärmeisolierten Wasserbunkern möchte das Stuttgarter Institut Solarenergie effizient nutzen und für die kalte Jahreszeit zur Heizunterstützung einsetzen.
Dieses Solarsystem hat sich bereits auch in der Praxis durchgesetzt. So werden inzwischen in Hamburg und München die großen Tanks eingesetzt. Nähe des Münchener Olympiastadium wurde 2007 ein Betontank eingegraben, der rund 5700 Kubikmeter Wasser enthält und mit einem Rohrnetz mit den benachbarten Siedlungen, die Solarkollektoren auf dem Dach haben, verbunden ist. So heizt das Wasser im Sommer auf bis zu 95 Grad, kann dann bis zum Winter eingespeichert und für das Heizsystem weitergegeben werden. Zirka 47% der Heizenergie wird bei diesem Projekt aus Solarenergie gewonnen. Insgesamt gibt in Deutschland elf von diesen Nahwärmenetzen.
Bis 2020 hofft das Institut, dass dieses System marktfähig und konkurrenzfähig wird.

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