RSS

Studie: Atomenergie nicht CO2-frei

26. Apr 2007

Nach einer aktuellen Studie des Öko-Instituts ist die Atomenergie keineswegs CO2-frei sondern stößt abhängig vom Herkunftsland des Urans etwa 31 bis 61 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Strom aus.


Im Vergleich dazu liegt der CO2-Ausstoß bei den erneuerbaren Energien wozu etwa die Windenergie und Wasserkraft gehört bei 23 Gramm bzw. 39 Gramm je generierter Kilowattstunde Energie. Mit einem Wert von 89 Gramm CO2 pro generierter Kilowattstunde Strom ist der CO2-Ausstoß bei der Photovoltaik allerdings höher als beim Atomstrom.

„Atomstrom ist keineswegs CO2-frei, wie von Befürwortern gerne behauptet wird. Denn bei der Urangewinnung werden zum Teil erhebliche Treibhausgasmengen frei gesetzt, die bei weitem über denen der erneuerbaren Energien wie Windkraft, Wasserkraft oder Biogas liegen.

Aber auch ein Blockheizkraftwerk auf Erdgas-Basis kann mit der CO2-Bilanz von Atomstrom locker mithalten”, erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der Klimaschutzvorteil der Atomenergie ist gar nicht so hoch denn jeder der Atomstrom bezieht der muss seinen Wärmebedarf mit einer Öl- oder Gasheizung decken.

Während die Kombination Atomstrom-Ölheizung beachtlich 772 Gramm CO2 erzeugt liegt dieser Wert bei rund 747 Gramm CO2 bezugnehmend auf Atomstrom-Gasblockheizkraftwerk. Die Werte beziehen sich dabei auf die Erzeugung von 1 Kilowatt Strom und 2 Kilowatt Wärme. Ein Biomasse-Blockheizkraftwerk hat dabei mit einem Ausstoß von 228 Gramm CO2 die günstigste Klimabilanz in Bezug auf die Atomenergie. Laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wird nicht mehr Atomstrom sondern mehr Kraft-Wärme-Kupplung benötigt.

1 Kommentare für diesen Beitrag

  1. Sven schrieb:

    “Der Klimaschutzvorteil der Atomenergie ist gar nicht so hoch denn jeder der Atomstrom bezieht der muss seinen Wärmebedarf mit einer Öl- oder Gasheizung decken.”

    Wieso? Wer mit einer Wärmepumpe heizt, der benötigt als Energieträger nur Strom. Und erzeugt mit 1 kW je nach Wärmepumpentechnik zwischen 2 und 4 kW-Äquivalente an Heizleistung. Gleichzeitig kann man die Wärmepumpe noch über vergünstigte Tarife der Anbieter betreiben, so daß eine Kostenersparnis eintritt.
    Und nachdem es inzwischen attraktive Elektromobile in der Pipeline gibt (sowohl im Design, als auch in der Reichweite mit über 400 km bei an die 200 PS, ohne Lärm, ohne auf der Straße erzeugte Abgase), kann uns auch hier der Strom vom Öl unabhängiger machen.

    Strom kann in der Tat weite Bereiche des alltäglichen Lebens abdecken. Die Restabhängigkeit vom Öl für Kunststoffe, etc. ist insofern tragbar, als dieser Bereich hinsichtlich Jahresverbrauch unter 15 % des Ölbedarfs ausmacht. Der große Rest fließt in Verbrennungsmotoren, wird ergo vergeudet.

Hinterlasse einen Kommentar:

  • Timo: Fest steht eines: Neben dem Elektroauto-Hype – dem bei großzügiger Betrachtung auch noch die neuesten...
  • Umweltschoner: Hallo Markus, spontan fällt mir da nur die Erdwärme ein. Bildmaterial findest du hier:...
  • rösner markus: Sehr geerte Damen und Herren, ich habe keinen Kommentar zu den aktuellen Ereignissen, nur eine Frage:...
  • Florian Zurheiden: 2919 Mitmacher sind doch eine stolze Zahl. Die Gentechnik muss unbedingt verhindert werden, da sie...
  • Sonia: Auf der Webside des Klima Magazins habe ich einen anschaulichen Rechner mit durchschnittswerten und...