Umweltnegativpreis für Aida und Tui Cruises
2. Jan 2012
Der Negativpreis 2011 der Umweltschutzorganisation Nabu ging nun stellvertretend für die gesamte Branche an Michael Thamm, Präsident Aida-Cruises, und Richard J. Vogel, Vorsitzender von Tui- Cruises.
Auf eine Rundfahrt stoße ein einziger Ozeanriese so viel Co2 aus, wie 5 Millionen PKW auf gleicher Strecke. Aus Geldgier verweigern die deutschen Reeder bislang die Verwendung von Schiffsdiesel und den Einbau von moderner Abgastechnik, wie Rußpartikelfiltern, so Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.
„AIDA und TUI übertrumpfen sich mit aufwendigster Unterhaltung an Bord, nichts ist zu teuer für Restaurants, Wellness und Casinos – aber für einen Rußpartikelfilter ist angeblich kein Geld da.. Das ist Heuchelei!“, kritisiert Tschimpke. „Es ist völlig unverständlich, wie die Veranstalter von Kreuzfahrten derart mutwillig ihr größtes Kapital, nämlich eine intakte Natur aufs Spiel setzen.“
Der VDR dementiert die Vorwürfe pauschal. Man habe bei Fahrten durch die Antarktis umweltfreundliche Kraftstoffe eingesetzt und durch intelligente Motorensteuerung viel zur Energieeinsparung der Schiffe beigetragen. Ebenso seien Abwasseraufbereitung an Bord, Mülltrennung, Energiesparlampen für den Hotelbetrieb an Bord, Brennstoffzellen-Tests und Überlegungen für einen Flüssiggaseinsatz als Brennstoff große Erfolge
Tags: Aida, nabu, Negativpreis, Tui Cruises, Umwelt

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