RSS

Das blutige Geschäft mit Rohstoffen zur Handyherstellung

3. Feb 2009

Während hierzulande gut jeder Einwohner über mindestens ein Mobiltelefon verfügt und man sämtliche damit verbundene Vorzüge genießen kann, müssen in einem anderen Teil dieser Welt Menschen ihr Leben lassen, damit wir von diesem „Luxus“ Gebrauch machen können. Denn für die Herstellung der Geräte und auch für die der Computerindustrie ist ein Rohstoff, der den meisten Menschen vermutlich noch nicht mal ein Begriff ist, unerlässlich – Coltanerz. Weil die Menschen im Kongo nicht viel zum Leben haben ist dort nämlich ein Konflikt um die Gebiete entbrannt, in denen dieser begehrte Rohstoff abgebaut werden kann.


Diese Konflikte werden auch „Coltankriege“ genannt und sie haben in den letzten zehn Jahren bereits eine Million Menschen das Leben gekostet. Die aus dem Abbau des Coltans gewonnenen Gelder nutzen die beiden rivalisierenden Kriegsparteien zur Aufrüstung ihrer Kriegswaffen-Arsenals, oftmals wird das Coltan auch erst gar nicht mit Geld, sondern direkt mit Waffen bezahlt. Aus diesem Grunde planen verschiedene Künstlergruppen und auch Aktivisten nun diverse Veranstaltungen, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Auch die Handyhersteller sollen dabei viel stärker in die Pflicht genommen werden. Außerdem ist für den 2. Juli ein internationaler Aktionstag geplant, bei dem die Initiatoren dazu aufrufen, alle Mobilfunk- und Computergeräte auszuschalten und auf die Zusammenhänge des Coltanabbaus in Zentralafrika hinzuweisen.

Tags: , ,

Hinterlasse einen Kommentar:

  • Timo: Fest steht eines: Neben dem Elektroauto-Hype – dem bei großzügiger Betrachtung auch noch die neuesten...
  • Umweltschoner: Hallo Markus, spontan fällt mir da nur die Erdwärme ein. Bildmaterial findest du hier:...
  • rösner markus: Sehr geerte Damen und Herren, ich habe keinen Kommentar zu den aktuellen Ereignissen, nur eine Frage:...
  • Florian Zurheiden: 2919 Mitmacher sind doch eine stolze Zahl. Die Gentechnik muss unbedingt verhindert werden, da sie...
  • Sonia: Auf der Webside des Klima Magazins habe ich einen anschaulichen Rechner mit durchschnittswerten und...