Satellit misst Kohlendioxid
22. Mai 2007
Der europäische Umweltsatellit ENVISAT misst mit dem Instrument SCIAMACHY zum ersten Mal den Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid. Die Umweltforscher der Universität Bremen haben die Ergebnisse der Messung nun im Wissenschaftsmagazin Atmospheric Chemistry and Physics Discussion veröffentlicht.
“Studien haben gezeigt, dass Satellitenmessungen des CO2 entscheidende Wissenslücken schließen können. Dies setzt jedoch voraus, dass es gelingt, die Rohdaten mit größtmöglicher Genauigkeit auszuwerten”, erklärte Dr. Michael Buchwitz des Instituts für Umweltphysik der Universität Bremen. Die Bremer Umweltwissenschaftler entwickeln in Zusammenarbeit mit der DLR (Deutsches Zentrum für Luft-, und Raumfahrt) entsprechende Computerprogramme womit eine Auswertung der SCIAMACHY-Daten möglich ist.
Das Treibhausgas Kohlendioxid ist hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich denn jährlich werden derzeit bedenkliche 26 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre gestossen. Der Ausstoß von CO2 nimmt weiter zu und die Hauptverursacher sind fossile Brennstoffe wie etwa Benzin. Von dem ausgestossenen Kohlendioxid werden 50 Prozent durch Ozeane oder Wälder aufgenommen.
Die übrige Hälfte verbleibt dauerhaft in der Atmosphäre. Wer dem Klimawandel gegensteuern möchte und derzeit ein Benzinauto fährt, der sollte eventuell überlegen ein Elektroauto zu erwerben denn mittlerweile sind diese bereits ab 5.000 Euro erhältlich und sind gut für den täglichen Weg zur Arbeit geeignet.


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