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Algenreaktor schluckt CO2

11. Mrz 2008

An der Universität Duisburg-Essen haben Wissenschaftler einen Algenreaktor entwickelt der den gefährlichen Schadstoff CO2 filtern kann. Entwickelt wurde der Reaktor von Prof. Dr. Hilmar Franke und seiner Arbeitsgruppe und ist ein faseroptischer Photo-Bioreaktor. Das System kann Kohlendioxid aus Abgasen herausfiltern und verwandelt diese in Algen und Sauerstoff also Biomasse.


 

“Stichwort Emissionshandel: Wer durch umweltfreundliche Technologien Kohlendioxid einspart, kann überschüssige Verschmutzungs-Zertifikate verkaufen. Stichwort Biomasse: Algen werden schon jetzt in vielen Industriezweigen verwertet. In unserem Fall ließen sie sich als Biotreibstoff oder für Baustoffe vermarkten.”, erklärte Prof. Dr. Hilmar Franke. Die Funktionsweise des Bioreaktors ist folgendermaßen und zwar wird Tageslicht über Lichtsammler eingefangen wobei dieses Licht durch hocheffiziente Lichtleitfasern geleitet wird.

Das Licht gelangt zum Reaktor, wo die Algensuppe mit Industrieabgasen begast wird und durch das Licht sind die Algen in der Lage das Kohlendioxid zu verwerten. Der Algenreaktor ist technisch ausgereift und eigentlich einsatzbereit aber es fehlen Investoren. Daher soll der “CO2-Schlucker” im kommenden Monat auf der Hannovermesse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Laut Prof. Dr. Hilmar Franke kann ein solcher Reaktor mit einer Lichtsammelfläche von 1 Hektar Größe über 200 mal mehr CO2 umsetzen als ein Buchen-, oder Eichenwald gleicher Fläche. In der zweiten Generation soll der CO2-Schlucker auch für Privathaushalte einsetzbar sein.

1 Kommentare für diesen Beitrag

  1. Hermann Merk schrieb:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    dies ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit CO2 sinnvoll zu verwerten. Falls übergrosse Mengen an Algen erzeugt werden, kann man sie verkohlen und wieder unter die Erde bringen. Die Bezeichnung, dass
    CO2 Asche wäre, ist für mich irgendwie hirnrissig. Es mag vielleicht physikalisch stimmen, kommt aber bei öffentlichen Vorträgen so rüber, wie wenn CO2 nutzloser Abfall wäre. Die Sequestrierung wie sie von der etablierten Energiewirtschaft propagiert wird, muss undurchdachte Wurzeln haben.

    Gruss

    Hermann Merk

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