Atomstrom ist unrentabel
13. Okt 2009
Laut einer Untersuchung des Solar Institutes Jülich und der Fachhochschule Aachen werden längere Laufzeiten bei Atomkraftwerken für die Energieversorger am Ende nur teurer. Denn in Deutschland ist auch ohne Atom die Energieversorgung gesichert. Bereits jetzt gibt es einen Überschuss an Strom und neue Atom- und Kohlekraftwerke sind unrentabel.
Weiter heißt es in der Untersuchung, dass die Großkonzerne die Kraftwerke auch weiterlaufen lassen würden, wenn der Großteil der Stromversorgung durch erneuerbare Energie gedeckt ist. So zeigte sich, dass der Überschuss an produzierter Energie dafür sorgte, dass am vorigen Sonntag der Preis insgesamt acht Stunden an der Leipziger Strombörse bei null Euro lag. Damit würde gezeigt werden, dass die Konzerne immer mehr Geld ausgeben müssten, um den Strom in und außerhalb von Deutschland verkaufen zu können. „Dieses Gutachten entlarvt das Gerede von der drohenden Stromlücke endgültig als interessengeleitete Stromlüge der Atomkonzerne“, so der Umwelthilfe Bundesgeschäftsführer Rainer Baake, die die Untersuchung am Freitag veröffentlichten.
Nach Meinung der Umwelthilfe bräuchte Deutschland effektive Gaskraftwerke, die die Stromschwankungen, die bei erneuerbarer Energie derzeit noch entstehen würden, verhindern könnten. Zudem könnten dann ein Stromspeicher und ein internationaler Strombund für einen Augleich sorgen. Doch bei den derzeitigen Koalitionsverhandlungen zwischen FDP und CDU sind sich beide Parteien sicher, dass Atomkraft im Augenblick unverzichtbar ist.

Hinterlasse einen Kommentar: