Auch Kinder sind von den Folgen des Klimawandels bedroht
1. Jul 2008
Laut einem nun veröffentlichtem Bericht der Kinderhilfsorganisation Save the Children sind immer mehr Kinder in der ganzen Welt von den Folgen des Klimawandels betroffen. Von diesen Naturkatastrophen wird das Leben von rund 175 Millionen Kindern bedroht; seit 1970 hat sich die Zahl der Katastrophen, vor allem von Überschwemmungen und Dürren, vervierfacht. Vor allem Unterernährung, Malaria und die immer stärker werdende Armut gehören zu den schwerwiegenden Folgen, die die Kinder besonders in Entwicklungsländern sehr zu spüren bekommen.
Laut Kathrin Wieland, Geschäfstführerin von Save the Children Deutschland, sterben bereits jetzt in jedem Jahr 3,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung, weil immer häufiger auftretende Dürren die Anbauflächen und damit ihre Lebensgrundlage zerstören würden – obowhl man über das nötige Wissen verfüge, um viele dieser Folgen von Naturkatastrophen speziell für die Kinder abwenden zu können. Daher fordert man nun, dass auf die zunehmende Anzahl von Naturkatastrophen reagiert werden muss und sich nicht mehr nur damit begnügen darf, den CO2-Ausstoß zu verringern, um die Folgen des Klimawandels aufzuhalten. Wieland fordert die Geberländer dazu auf, endlich genug Geld zur Verfügung zu stellen, „damit die Kinder in den betroffenen Gebieten selbst lernen können, ihr Leben im Falle einer Katastrophe zu schützen.“
In der Umsetzung sähe dies so aus, dass die Kinder beispielsweise Karten ihrer Dörfer zeichnen so gleichzeitig auch die Fluchtwege auf die umliegenden Berge ausmachen, die sie dann im Falle einer Überschwemmung schneller finden können. Ebenso sind das Anpflanzen von Mangrovenbäumen, der Bau erdbebensicherer Gebäude und die Einrichtung funktionierender Frühwarnsysteme weitere geeignete und vor allem aber auch höchst effektive Mittel, die Menschenleben retten können. Bereits die Überschwemmungen in Bangladesch im November 2007 zeigten, dass diese vorbeugenden Maßnahmen mehr als sinnvoll sind, denn während damals knapp 4.000 Menschen in den Fluten um kamen, waren bei einer ähnlichen Katastrophe im Jahre 1991 noch 140.000 Opfer zu beklagen.


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