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Bericht zum aktuellen Zustand der Erde

7. Nov 2008

Der WWF World Wildlife Fund hat vor einer Woche in Berlin seinen Living Planet Report 2008 vorgestellt und kommt zu einem erschreckendem Ergebnis - der globale Raubbau an der Erde nimmt immer dramatischere Formen an und ist mittlerweile so groß wie nie zuvor.


Wenn weiterhin so viele natürliche Ressourcen genutzt bzw. verbraucht werden wie bisher, dann würde man im Jahr 2035 demnach die doppelte Menge an Nahrung, Energie und Fläche benötigen, wie sie den Menschen weltweit derzeit zur Verfügung steht. Der „Living Planet Report“ des WWF wird alle zwei Jahre veröffentlicht und ist eine der bedeutendsten Studien über den allgemeinen Zustand der Erde.

Als Hauptursache für den derzeitigen Zustand benennt der WWF den steigenden Ressourcenverbrauch, Entwaldung, den vom Menschen verursachten Klimawandel, die Umweltverschmutzung und auch die Überfischung. Diese einzelnen Punkte haben zur schlimmen Folge, dass Ökosysteme zerstört, Arten ausgerottet und Wasserreserven verknappt werden. Auch die ökonomischen Auswirkungen sind demnach verheerend, denn die Schäden, die durch Naturkatastrophen entstehen und auch aufgrund der explodierenden Preise für Nahrungsmittel und Rohstoffe, werden ebenfalls stark zunehmen. Laut WWF Naturschutzdirektor Christoph Heinrich sei die aktuelle Finanzkrise noch gar nichts gegen die ökologische Krise, die uns bevorsteht, wenn alles so weiter läuft wie bisher. Und - von allen Ländern dieser Welt tragen die USA und China am meisten zu diesem Zustand bei. Deutschland liegt hinter Großbritannien, Frankreich und Österreich auf Platz 30 dieses „Fußabdruck“-Rankings.

Eines der Hauptprobleme ist, dass die Menschen die weltweiten Ressourcen schneller aufbrauchen, als sie erneuert werden können, so dass die vorhandenen Kapazitäten mit dem derzeitigen Konsum um bis zu einem Drittel überschritten werden. Man setze sich über Grenzen hinweg und nehme ökologische Schulden auf, so Heinrich. Dies stelle eine akute Gefahr für viele Lebensräume und damit letzlich auch unser eigenes Wohlergehen dar. Im Grunde genommen sei dies wie mit allen Schulden – man kommt nicht drumherum, sie irgendwann wohl oder übel zurück zahlen zu müssen – mit Zinsen.

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1 Kommentare für diesen Beitrag

  1. Florian Zurheiden schrieb:

    Genau das ist es: Unser derzeiges Geldsystem, das auf dem Zinssystem aufbaut, frißt nach und nach und in einem immer schnelleren Tempo unsere gesamten Ressourcen auf. Immer mehr Schulden bedeuten immer mehr Wachstum, um diese bedienen zu können. Doch wohin will man noch wachsen. Die Bäume wachsen schließlich nicht in den Himmel. Ich wundere mich, dass da vom WWF noch keiner drauf gekommen ist, bzw. dass hierüber noch keine Publikationen vorliegen.
    Lösungen bzw. neue Wirtschaftsformen sind aber bereits entwickelt. Die Menschen müssen “nur” umschwenken.

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  • Timo: Fest steht eines: Neben dem Elektroauto-Hype – dem bei großzügiger Betrachtung auch noch die neuesten...
  • Umweltschoner: Hallo Markus, spontan fällt mir da nur die Erdwärme ein. Bildmaterial findest du hier:...
  • rösner markus: Sehr geerte Damen und Herren, ich habe keinen Kommentar zu den aktuellen Ereignissen, nur eine Frage:...
  • Florian Zurheiden: 2919 Mitmacher sind doch eine stolze Zahl. Die Gentechnik muss unbedingt verhindert werden, da sie...
  • Sonia: Auf der Webside des Klima Magazins habe ich einen anschaulichen Rechner mit durchschnittswerten und...