CO2-Ausstoß steigt weiter
26. Okt 2007
Nach den Ergebnissen eines internationalen Forscherteams steigt der CO2-Ausstoß trotz Klimadebatte weiter an. Seit dem Jahre 2000 wird ein jährlicher Anstieg von 2,9 Prozent beim Kohlendioxid festgestellt, das sind 2,2 Prozent mehr als in den 1990er-Jahren. Pro einer Million Luftmoleküle gibt es 383 Kohlendioxid-Moleküle, dies entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem Wert bevor die Industrialisierung vor rund 200 Jahren einsetzte.
Als Ursachen für den Anstieg werden der gestiegene Öl-, Gas-, und Kohleverbrauch genannt, ebenso die verstärkte Nutzung der genannten Brennstoffe. Der dritte Punkt sind die Ozeane. Diese nehmen laut der Forscher weniger freigesetztes Kohlendioxid auf, jedes Jahr steigen 4,1 Milliarden Tonnen mehr in die Atmosphäre als noch in den 1990er-Jahren. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Ozeane nur noch 3,4 Milliarden Tonnen CO2 auf, was deutlich weniger ist als ausgestoßen wird. Aufgrund der geringeren Aufnahmefähigkeit der Ozeane steigen die CO2-Emissionen weiter an.
Die starke Nutzung der fossilen Brennstoffe besonders in China, wo Kohlekraftwerke meist ohne Filter arbeiten, trägt erheblich zum Anstieg des CO2-Ausstoßes bei. Die Kohlekraftwerke in den modernen Industrieländern wie Deutschland, Japan oder den USA wurden und werden technisch aufgerüstet um den CO2-Ausstoß stark zu begrenzen. Doch es wird einige Jahre dauern bis diese Maßnahmen sich positiv auf den Klimawandel auswirken werden.
Zwar sind die Staaten, Unternehmen und Privatpersonen bemüht, dem schädlichen Kohlendioxid etwas entgegen zusetzen. Doch die begonnenen Gegenmaßnahmen zeigen wegen des weiteren Anstiegs momentan nur wenig Wirkung.


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