Globaler Klima-Risiko-Index vorgestellt
11. Dez 2007
Der globale Klima-Risiko-Index wurde heute von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch und dem Versicherungskonzern Münchner Rück auf der UN-Klimakonferenz in Bali vorgestellt. Nach den Daten des Index sind weniger entwickelte Länder viel stärker von Überschwemmungen, Stürmen und anderen Wetterkatastrophen betroffen als Industrienationen.
Im vergangenen Jahr war Asien am stärksten betroffen, denn in Nordkorea, auf den Philippinen und Indonesien starben jeweils etwa 1300 Menschen sowohl durch Stürme als auch durch Überschwemmungen. Die drei Länder Honduras, Nicaragua und Bangladesch waren in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich am stärksten von Naturkatastrophen betroffen.
In Deutschland kam es im Jahre 2006 vor allem durch den Orkan Kyrill zu einem Schaden von 2 Milliarden Euro und es verloren 56 Menschen ihr Leben. Deutschland landete auf den 17.Platz des globalen Klima-Risiko-Index. In Bezug auf die Jahre 1997 - 2006 belegt Deutschland allerdings den 10.Platz, wofür besonders der Hitzesommer 2003 mit 7000 Todesopfern verantwortlich war. “Die Regierungen sollten den Vorschlag der kleinen Inselstaaten und der am wenigsten entwickelten Länder, der sogenannten LDC, hier in Bali unterstützen, und eine Initiative für Frühwarnungssysteme für Überflutungen und Dürren auf den Weg bringen.”, hieß es in einer offiziellen Presseerklärung.
Solche Schritte lohnen sich, wie viele Studien zeigen: Mit einem Euro Investition kann ein Mehrfaches an Katastrophenhilfe vermieden werden”, empfiehlt Klaus Milke, der Vorstandsvorsitzende von Germanwatch abschließend den Regierungen der Industrieländer.


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