Grüne Waschmaschinenwerbung ist nicht „grün“
21. Jun 2010
Umweltschutz und Elektrofahrzeuge, weniger Schadstoffemissionen, geringerer Verbrauch von Haushaltsgeräten – das sind Themen, die derzeit immer wieder aktuell sind. Deshalb werben auch immer mehr Hersteller damit, dass ihre Geräte besonders umweltfreundlich sind. Bei den Waschmaschinen nennt sich der Trend „Greenwashing“. Doch hinter den vermeintlich umweltfreundlichen Angeboten steckt meist nur heiße Luft, wie die erbraucherzentrale Berlin herausgefunden hat.
Getestet wurden mehrere verschiedene Online-Angebote für Haushaltswaschmaschinen im Rahmen der Klima-Aktion “für mich. für dich. fürs klima.” Hier wurden stichprobenartig die Aussagen über Energieeffizienz, Waschwirkung und Schleuderwirkung der einzelnen Hersteller überprüft. Dabei zeigte sich, dass auch größere Anbieter gegen die Verordnung zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs (EnVKV) verstoßen.
So werden die Waschmaschinen mit der Energieeffizienzklasse A+ beworben, die es zur Zeit überhaupt noch nicht gibt. Es gibt aber Gespräche, dass diese in Kürze eingeführt werden soll. Derzeit werden Waschmaschinen mit den Buchstaben A-G gekennzeichnet. Eine Kennzeichnung mit A+ oder A++ gibt es nur bei Kühl- und Gefrierschränken. Auch Aussagen, wie „30 % sparsamer, als Effizienzklasse A” sind irreführend, da nicht klar sei, auf Basiswert sich die Ersparnis-Angabe bezieht, meldet die Verbraucherzentrale Berlin. Hersteller die wegen des Verstoßes gegen die EnVKV verstoßen haben wurden abgemahnt und haben auch umgehend reagiert.
Tags: Energieeffizienz, Kennzeichnung, umweltfreundlich, verbraucherschutz, Waschmaschine

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