Klimaschutz: Industrieländer sind sich einig
9. Jul 2009
Bereits am ersten Tag des G8-Gipfels in L´Aquila konnten sich die führenden Industrieländer auf ein gemeinsames Ziel im Bereich des Klimaschutzes einigen. Hierbei wurde beschlossen, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu beschränken. Diese Vereinbarung wurde erstmals auch von den USA unterzeichnet, welche ihre Zustimmung in den letzten Jahren verweigert hatte.
Ebenso wurden Einigungen erzielt, welche die Reduzierung des Schadstoffausstoßes bis zum Jahr 2050 betreffen. Hierbei legten die G8-Staaten fest, dass dieser um 50% weltweit gesenkt werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen, sind allerdings vor allem die Industrienationen in der Pflicht. Sie müssen ihren Schadstoffausstoß dazu um mindestens 80% senken.
Bundeskanzlerin Merkel betonte im Bezug auf diese Einigung allerdings, dass diese lediglich ein erster Schritt sei, welchem noch einige andere Entscheidungen folgen müssen, deren Grundlage vor allem Mittelfristige Ziele sein sollen.
Gespräche mit den Schwellenländern stehen ebenfalls noch aus. Hier sieht Angela Merkel zwar eine gute Grundlage für eine Vereinbarung, wie diese allerdings aussehen könnte ist noch unklar. Fest steht bisher nur, dass hierin unterschiedliche Verantwortungsbereich definiert werden sollen. Es scheint sich jedoch abzuzeichnen, dass auch die Schwellenländer das bereits festgelegte 2-Grad-Ziel der G8 Staaten befürworten werden. China und Indien forderten hierzu jedoch in der vergangenen Nacht eine zusätzliche Festlegung von Zwischenzielen, die das Vorgehen der Industrienationen genauer zu definieren.
Tags: G8, Klimagipfel, Umweltschutz

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