Klimaschutz: Posen war gestern, was kommt jetzt?
17. Dez 2008
Die UN-Weltklimakonferenz ist nach zwei Wochen zu Ende gegangen, ohne nennenswerte Ergebnisse. Wie aus einer Presseerklärung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hervorgeht, hoffe man nun auf klare Ziele, die die Politik der Wirtschaft zur Orientierung auftragen soll. Beim nächsten Treffen für das Kyoto-Anschlussabkommen Ende 2009 in Kopenhagen erwartet man dafür einen größeren Schritt in Richtung mehr Klimaschutz.
Wie so oft standen die Industrienationen in der Pflicht, enttäuschten aber die Entwicklungs- und Schwellenländer, weil der Anpassungsfonds für ärmere Staaten an den Klimawandel nicht aufgestockt wurde. Finanziert wird der Fonds aus dem Emissionshandel, bis 2030 soll ein Volumen von einigen hundert Millionen bis zu einer Milliarde Dollar pro Jahr erreicht werden. Geld, dass dringend benötigt wird. Um den Fonds aufzustocken, müssten zum Beispiel Mittel aus der Versteigerung von Emissionsrechten oder aus Joint-Implementation-Maßnahmen mit herangezogen werden. Die Vergabe der Mittel wird momentan durch einen Rat mit 16 Mitgliedern aus Industrie- und Entwicklungsländern geregelt.
Es ist schon alarmierend, dass wichtige Themen wie der Klimaschutz wieder mal am Geld scheitern und im Gegenzug Banken und Unternehmen mit Subventionen und günstigen Krediten versorgt werden sollen. Man kann nur hoffen, dass sich die rund 190 Staaten im kommenden Jahr in Kopenhagen auf wirklich konkrete Ergebnisse einigen. Der Umwelt zuliebe.
Tags: Klimawandel, Kyoto Protokoll, UN-Klimakonferenz, Weltklimakonferenz

Januar 2nd, 2009 at 23:20
Dabei könnte mit einem Bruchteil der für die Zockerbuden (in Fachkreisen auch Banken genannt) so schnell und ohne mit der Wimper zu zucken bereitgestellten Mrd.-Beträge verhältnismäßig schnell eine Energiewende hin zu 100% alternativen Energieträgern realisiert werden. Neuartige Entwicklungen warten nur darauf auf den Markt zu kommen. Allein der Wille der Politik und Wirtschaft fehlt diese Gelder auch zu bewilligen - wären damit doch Mrd-Profite auf Kosten von Mensch und Umwelt in Gefahr!