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Nachwachsende Rohstoffe und deren Rolle im Klimaschutz

9. Mai 2008

Als nachwachsende Rohstoffe bezeichnet man die Stoffe, die aus lebender Materie bestehen - d.h. aus Pflanzen oder deren Inhaltsstoffen, die aus der Land- und Forstwirtschaft stammen und die nicht als Futtermittel hergestellt werden. Sie werden eigens für den Einsatz in der Industrie oder auch als Energieträger produziert, wobei man anschließend nach stofflicher oder auch energetischer Nutzung unterscheidet. Einige Beispiele für die stoffliche Nutzung sind zum Beispiel Bau- und Dämmstoffe, Bekleidungs- und Heimtextilien, Bio-Kunststoffe, Zellstoff und Papier; eine energetische Nutzung kann in Form von Biogas, Bio-Diesel, Bio-Ethanol, Pflanzenöl-Direktnutzung oder auch synthetischen Kraftstoffen statt finden.


Gerade im Rahmen der aktuellen Klimaschutz- Debatten fällt der Begriff “Nachwachsende Rohstoffe” immer öfter. Zwei Drittel der erneuerbaren Energien (im Verhältnis zum Endenergieverbrauch) bestehen mittlerweile aus Bioenergie. Die anderen Energien wie Wasser, Wind und Solarenergie erreichen zusammen gerade mal ein Drittel.

Während die Produktion von Biokraftstoffen als auch die Biogaserzeugung inzwischen zu vielversprechenden Wirtschaftszweigen geworden sind, hat der Anstieg der Weltagrarpreise im Bereich der Lebens- und Futtermittel allerdings eine Art Umdenken eingeleitet – da mittlerweile mehr der landwirtschaftlichen Flächen für die Futterproduktion genutzt werden und somit weniger Raum für andere Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung steht und somit eine Art Nutzungskonkurrenz entstanden ist. Daher müssen Faktoren wie die Klimabilanz, die Auswirkungen auf die Biodiversität und die Versorgung mit Nahrungsmitteln berücksichtigt werden, natürlich vor dem Hintergrund einer positiven Klimabilanz.

Darüber hinaus bergen auch noch andere organische Reststoffe wie zum Beispiel Traubentrester, Stroh, kommunaler Grünschnitt und auch Klärschlamm ein durchaus hohes Nutzungspotential, was gerade in Anbetracht der derzeitigen Nutzungskonkurrenz von Bedeutung sein könnte – wenn man es denn effizient einsetzt.

1 Kommentare fr diesen Beitrag

  1. klaus-martin meyer (für hanf.org) schrieb:

    Schade, dass bei dem stichwort nachwachsende rohstoffe immer erst die thermische nutzung und weniger die stoffliche nutzung im mittelpunkt der betrachtung steht.

    grusz
    klm

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  • Umweltschoner: Hallo Markus, spontan fällt mir da nur die Erdwärme ein. Bildmaterial findest du hier:...
  • rösner markus: Sehr geerte Damen und Herren, ich habe keinen Kommentar zu den aktuellen Ereignissen, nur eine Frage:...
  • Florian Zurheiden: 2919 Mitmacher sind doch eine stolze Zahl. Die Gentechnik muss unbedingt verhindert werden, da sie...
  • Sonia: Auf der Webside des Klima Magazins habe ich einen anschaulichen Rechner mit durchschnittswerten und...