Nationalpark Wattenmeer: Ölverschmutzung nimmt zu
8. Feb 2008
Die Umweltorganisation WWF kritisiert die zunehmende Ölverschmutzung im Nationalpark Wattenmeer, denn auf Amrum und Föhr wurden 200 verölte Trauerenten und weitere Seevögel gesichtet. Die illegale Reinigung von Tanks ist laut Hans Ulrich-Rösner vom WWF Wattenmeerbüro für die Ölverschmutzung verantwortlich und die Überlebenschancen für die Seevögel werden als niedrig eingeschätzt. Das Gefieder der Vögel wird durch das Öl verklebt und isoliert daher nicht mehr gegen das kalte Wasser. Zudem nehmen die Vögel die Giftstoffe des Öls auf, wenn sie ihr veröltes Gefieder reinigen wollen.
Ein Großteil der Vögel, die gerettet und deren Gefieder gereinigt werden konnte fanden allerdings nicht in ein normales Vogelleben zurück und führte rasch zum Tod. Zwar sind die Analysen auf den Nordseeinseln Amrum und Föhr bereits beendet aber wer für die Ölverschmutzung verantwortlich ist, dies ist aktuell noch unbekannt. Der mögliche Untergang oder Beschädigung eines Schiffes ist derzeit aber ausgeschlossen. “Noch immer gibt es in der Schifffahrt zu viele schwarze Schafe, die Kosten anderer ihren Dreck beseitigen”, sagte Hans Ulrich-Rösner. Die Überwachung der deutschen Meergewässer wird vom WWF begrüßt denn nur dadurch können kriminelle Ölverschmutzer entdeckt werden. Der Verursacher der aktuellen Ölverschmutzung konnte jedoch noch nicht gefunden werden. Wenn es keine Überwachungsflüge geben würde, dann wären verstärkte Ölverschmutzungen die Folge.

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