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Neue Studie um die Debatte der Stromversorgungslücke bei Atomausstieg

28. Sep 2009

Die Debatte um den Ausstieg der Atomkraft nimmt kein Ende. Immer wieder warnen Experten vor Stromversorgungslücken, die entstehen können, wenn man nicht an Atomkraft festhielte. Zudem würden höhere Preise für den Verbraucher anfallen und im schlimmsten Fall käme es zu einem Stromnotstand in Deutschland. Dieser Meinung ist zum Teil auch die Deutsche Energieagentur, die bei beim Ausbau der erneuerbaren Energie eine fehlende Leistung von 10.000 Megawatt befürchtet.


Doch laut einer neuen Studie des Umweltbundesamtes sei dies lediglich ein „Phantom“, so bezeichnet es der neue Präsident des Amtes, Jochen Flasbarth. In der vorgelegten Studie geht hervor, dass es keine Engpässe geben werde, auch wenn die Kraftwerke nur schrittweise vom Netz genommen werden. Der Handlungsdruck sei somit nicht gerechtfertigt, da eine Versorgungssicherheit so oder so bis 2020 gesichert sei, heißt es in der Studie weiter.
Klares Ziel der neuen Analyse ist es, das sich die nun kommende Bundesregierung auf Ökostrom und Energiesparen konzentriert und keine neuen Konflikte zwischen Umweltschützern sowie Anwohnern um sanierungsbedürftige Atomkraftwerke und um neue Kohlekraftanlagen führt.
Doch die unterschiedlichen Studienergebnisse von DENA und dem Bundesumweltamt verunsichern und werfen Fragen auf. Besonders diese, warum es zu so unterschiedlichen Analysen kommt. Die DENA ist lediglich skeptisch, denn sie glauben nicht dass Deutschland binnen weniger Jahren zu Energiesparweltmeistern werden und ebenso gehen sie davon aus, dass ältere Kraftwerke möglichst schnell stillgelegt werden sollten.
Hingegen sieht das Bundesumweltamt ein riesiges Potenzial in intelligenterem Management des Stromverbrauchs. Denn mit einer neuen Technik könnte man dafür sorgen, dass die Lasten sinken und Ökostrom gespeichert werden könnte. So würde sich die Debatte um die Versorgungslücke in Luft auflösen.

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